COMENIUS

Das Programm für lebenslanges Lernen

Über das Programm

  • Das Programm für lebenslanges Lernen läuft von 2007 bis 2013 und ist mit einem Budget von knapp 7 Milliarden Euro ausgestattet.
  • Es führt die bisherigen Programme der europäischen Bildungskooperation - SOKRATES und LEONARDO DA VINCI - zusammen
    und nutzt die dabei gemachten Erfahrungen.
  • Tragende Säulen sind die Einzelprogramme COMENIUS (Schulbildung), ERASMUS (Hochschulbildung), LEONARDO DA VINCI (Berufliche Bildung)
    und GRUNDTVIG (Erwachsenenbildung).
  • Die europäische Bildungskooperation begann 1995 unter den damals 15 Mitgliedstaaten der EU und den
    Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums Norwegen, Island und Liechtenstein.
  • Seit 2000 nehmen die neuen Mitgliedstaaten der EU in Mittel- und Osteuropa und seit 2004 die Türkei teil.
  • Es besteht die Möglichkeit, dass aufgrund bilateraler Abkommen die Schweiz, Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik
    Mazedonien sowie die westlichen Balkanstaaten (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Montenegro und Serbien)
    während der Laufzeit des Programms für lebenslanges Lernen hinzukommen.

Programmziele

  • Das Programm für lebenslanges Lernen
    • leistet einen Beitrag zur Entwicklung hochwertiger und innovativer Angebote für lebenslanges Lernen,
      zur Förderung hoher Leistungsstandards sowie zur europäischen Dimension im Bildungswesen,
    • wirkt an der Verwirklichung eines europäischen Raums des lebenslangen Lernens mit,
    • trägt dazu bei, die Qualität, Attraktivität und Zugänglichkeit der in den Mitgliedstaaten verfügbaren Angebote
      für lebenslanges Lernen zu verbessern,
    • sensibilisiert für den Beitrag des lebenslangen Lernens zum sozialen Zusammenhalt, zur aktiven Bürgerschaft,
      zum interkulturellen Dialog, zur Gleichstellung der Geschlechter und zur persönlichen Entfaltung,
    • stärkt die Kreativität, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit und Entwicklung von Unternehmergeist,
    • ermöglicht die Teilhabe von Menschen aller Altersgruppen und unabhängig von ihrer Herkunft am lebenslangen Lernen,
    • fördert das Sprachenlernen und die sprachliche Vielfalt in Europa,
    • unterstützt die Entwicklung innovativer und auf Informations- und Kommunikationstechnologien gestützter Dienste,
      pädagogischer Ansätze und Verfahren für das lebenslange Lernen,
    • trägt dazu bei, die Qualität, Attraktivität und Zugänglichkeit der in den Mitgliedstaaten verfügbaren Angebote
      für lebenslanges Lernen zu verbessern,
    • stärkt die Rolle des lebenslangen Lernens bei der Entwicklung eines europäischen Bürgersinns auf der Grundlage
      der Sensibilisierung für Menschenrechte und Demokratie und deren Achtung sowie bei der Förderung von Toleranz
      und Respekt für andere Menschen und Kulturen,
    • ermöglicht den Austausch über Beispiele guter Praxis im Bildungswesen und trägt so dazu bei, die Qualität
      der allgemeinen und beruflichen Bildung zu sichern.

COMENIUS Schulpartnerschaften

  • COMENIUS ist eine von vier Säulen des Programms für lebenslanges Lernen.
  • Grundlage für das Programm ist der Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das Aktionsprogramm
    für lebenslanges Lernen 2007 bis 2013, der am 15. November 2006 unterzeichnet wurde und am 24. November im Amtsblatt
    der Europäischen Union veröffentlicht worden ist.
  • Ab 2007 wird es zwei Typen von COMENIUS-Schulpartnerschaften geben:
    • Multilaterale Schulpartnerschaften, an denen mindestens drei Schulen aus drei verschiedenen Teilnehmerstaaten beteiligt sind.
      Die Unterscheidung zwischen »Schulprojekt« und »Schulentwicklungsprojekt« entfällt.
    • Bilaterale Schulpartnerschaften mit Gruppenaustausch (Mindestalter der Schüler: 12 Jahre) zur Förderung des Fremdsprachenlernens.
      Diese sind dem jetzigen Projekttyp »Fremdsprachenprojekt« vergleichbar.
      Die Mindestaufenthaltsdauer bei der Partnerschule im Ausland wird von 14 Tagen auf 10 Tage reduziert.
  • Alle Schulpartnerschaften - egal ob multilateral oder bilateral - dauern zwei Jahre.
  • Der Antrag ist für die zweijährige Dauer der Partnerschaft zu konzipieren.
  • Der Vertrag gilt für die gesamte zweijährige Laufzeit der COMENIUS-Schulpartnerschaft.
  • Nach dem ersten Jahr muss also kein Verlängerungsantrag gestellt werden.
  • Eine Verlängerung für ein drittes Jahr ist nicht möglich.
  • Es ist ab 2007 nicht mehr möglich, in ein bereits bestehendes Projekt einzusteigen.

Mobilitätsmaßnahmen

  • Die EU-Zuschüsse werden als Pauschalen vergeben.
  • Der Unterschied zwischen "Standardbetrag" und "Variablem Betrag" entfällt, ein Kostenplan braucht bei der Antragstellung
    nicht mehr aufgestellt zu werden. Nachzuweisen ist bei Berichterstattung die Durchführung der beantragten Mindestzahl
    von Mobilitätsmaßnahmen sowie die Durchführung der Aktivitäten laut Antragstellung.
  • Jede Schule kann im Antragsformular zwischen folgenden Projektgrößen bzw. Partnerschaftstypen wählen:
    • 4 Mobilitäten: Diese Option gilt nur für multilaterale Partnerschaften.
      Sie ist geeignet für Schulen, die nicht so viele Mobilitätsmaßnahmen durchführen wollen, oder für Schulen,
      die keine Schülermobilität vorgesehen haben.
    • 12 Mobilitäten (auch für bilaterale fremdsprachenbezogene Partnerschaften).
      Bei multilateralen Partnerschaften können auch Schüler an den Mobilitäten teilnehmen.
      Bei den bilateralen Partnerschaften muss eine Gruppen von mindestens 10 Schülern zu der Partnerschule reisen.
    • 25 Mobilitäten: Diese Option gilt nur für bilaterale fremdsprachenbezogene Partnerschaften.
      Die Größe der Gruppe, die zu der Partnerschule reist, muss mindestens 20 Schüler betragen.
      Die restlichen Mobilitäten können für weitere Schüler, Begleitlehrer oder für weitere Vor- und Nachbereitungstreffen verwendet werden.
  • "Mobilität" bedeutet hier die Reise einer Person zu einer der Partnerschulen im Rahmen des Projekts,
    unabhängig von der Aufenthaltsdauer, also zum Beispiel:
    • Teilnahme eines Lehrers an einem viertägigen Projekttreffen = 1 Mobilität,
    • 3-wöchiger Aufenthalt im Rahmen eines Lehreraustausches = 1 Mobilität,
    • 2 Lehrer und 3 Schüler fahren gemeinsam zu einem Projekttreffen = 5 Mobilitäten.
  • Die oben aufgeführte Mindestanzahl von Mobilitäten bezieht sich auf zwei Jahre und gilt pro Schule.
  • Bei ausreichendem Budget können zusätzliche Mobilitäten durchgeführt werden.
    Für jede der drei wählbaren Projektgrößen wird eine Pauschalsumme festgesetzt, die von Staat zu Staat unterschiedlich sein kann.
  • Der Pauschalzuschuss umfasst die Mittel für die lokale Projektarbeit vor Ort und für die jeweilige Mindestzahl von Mobilitäten.
  • Es wird nicht nach Zahl oder Entfernung der Partnerschulen differenziert,
    Koordinierungsschulen erhalten keinen höheren Betrag.
  • Das bedeutet, dass bei der Antragstellung kein differenzierter Kostenplan mehr eingereicht,
    sondern nur der festgesetzte Betrag pro gewählter Projektgröße angekreuzt werden muss.
  • Antragstermin für COMENIUS-Schulpartnerschaften sowie für alle dezentralen Aktionen unter COMENIUS,
    beispielsweise die Bewerbung einer Schule für einen COMENIUS-Sprachassistenten, ist der 30. März 2007.
  • Vertragsbeginn für Schulpartnerschaften, die im Schuljahr 2007/2008 beginnen, ist voraussichtlich der 1. Oktober 2007
    (= Projektende 31. Juli 2009).
  • Vorbereitende Besuche für Partnerschaften zum Antragstermin 2007 müssen spätestens am 29. März 2007 abgeschlossen sein.
www.cnc-netzwerk.eu ©